Enough Is Enough
Einführung: Irit Holzheimer, Matthias Fetzer
Im Januar 2025 fällt Goma im Osten der Demokratischen Republik Kongo in die Hände der M23-Rebellen. Die Region wird seit Jahrzehnten von bewaffneten Konflikten um ihre natürlichen Ressourcen verwüstet. Elisé Sawasawa, 32, wurde im Krieg geboren. Mit der Kamera in der Hand filmt er ein Volk, das sich nach Frieden sehnt, ihn aber nie erlebt hat und nicht im Stillschweigen untergehen will. Einige greifen zu den Waffen, um ihre Familien zu schützen, andere leisten humanitäre Hilfe und wieder andere – wie die Slam-Poetin Eliane Feza – kämpfen mit Kunst. In seinem ersten Langfilm gibt der Regisseur einer Gesellschaft eine Stimme, die laut und deutlich „Enough is enough“ ruft.
Um die Wucht von ENOUGH IS ENOUGH zu verstehen, die der Film erstmals bei seiner Premiere der diesjährigen Berlinale entfaltete, muss man den historisch-politischen Rahmen betrachten, den Sawasawa mit schmerzhafter Präzision skizziert. Er erinnert uns an eine Bilanz, die in ihrer Grausamkeit kaum fassbar ist: 30 Jahre Krieg, zehn Millionen Tote und über sieben Millionen Binnenvertriebene. Der Konflikt wird oft als „stiller Genozid“ bezeichnet – ein Begriff, der im Französischen als „Genocost“ (Genocide for Cost) geprägt wurde, um den direkten Zusammenhang zwischen der systematischen Ausbeutung von Rohstoffen und der damit einhergehenden humanitären Katastrophe zu verdeutlichen.
In Kooperation mit: Afrika Film Festival Köln, Nürnberger Initiative für Afrika e. V. (NIfA).
Einführung: Irit Holzheimer (NIfA), Matthias Fetzer
Originaltitel: Trop c'est trop
Land: Demokratische Republik Kongo/Frankreich
Jahr: 2026
Regie: Elisé Sawasawa
Länge: 65 Min.
Sprache: Swahili, Kinyarwanda, Französisch
Sprachformat: Originalfassung mit englischen Untertiteln
FSK: keine Angabe
Eintritt: 9 €
Eintritt ermäßigt: 8 €Schüler*innen, Studierende, Rentner*innen, Menschen mit einem Schwerbehinderten-Ausweis und Gruppen ab 5 Personen
Eintritt ermäßigt: 6 €U25-Tarif (14 bis 24 Jahre)
Eintritt ermäßigt: 6 €Inhaber*innen einer Freundschaftskarte
Eintritt ermäßigt: 4 €Kinder bis 13 Jahre und Menschen mit einem Sozialpass der Städte Nürnberg, Fürth, Erlangen, Schwabach oder Arbeitslosenbescheid
Mehr in dieser Reihe:Afrikanische Kinowelten
90402 Nürnberg
Aufzug. Für jede Vorstellung sind zwei rollstuhlgerechte Plätze eingerichtet. Reservierungen dafür bitte per E-Mail an: filmhaus@stadt.nuernberg.de





