Kunst ist ein Spiel, das Spaß macht – Spielzeug in der Nürnberger Kunst

14. November 2026 bis Frühjahr 2027

„Der Mensch ist nur da ganz Mensch, wo er spielt“ wusste schon Friedrich Schiller. Wo, wenn nicht in der Spielzeugstadt Nürnberg darf das gelten. Im Jahr 1926 fand in der damaligen Fränkischen Galerie die Ausstellung „Das Spielzeug“ statt, an der einige Professoren sowie Künstlerinnen und Künstler der Kunstgewerbeschule vertreten waren. Der Katalog vermerkt: „Aus der Klasse von Professor H. Gradl stammen die als selbstständige Arbeit anzusprechenden originellen Holztiere und Phantasie- Figuren von Georg Weidenbacher, das rote Ross, der Wagenlenker und andere phantastische Stücke“. Die Kunstvilla nimmt das Jubiläum zum Anlass, das Motiv des Kinderspiels in der Malerei und Objektkunst, Künstlerentwürfe für Spielzeug sowie Kinderbuchillustrationen von Nürnberger Künstlerinnen und Künstlern in der großen Sonderausstellung „Kunst ist ein Spiel, das Spaß macht“ zu präsentieren.

Die Ausstellung beginnt in den 1920er-Jahren mit Werken von Hans Werthner, Hermann Gradl und Max Körner, von welchen selbst entworfenes Spielzeug ebenso wie Darstellungen überliefert sind. Ihre Schülerschar, darunter unter anderen Georg Weidenbacher, Andreas Bach und Dore Meyer-Vax, führte die Motivik in Kinderbildnissen fort. Andreas Bach schuf über Jahre hinweg Kinderbuchillustrationen für den Pestalozzi Verlag und auch von Lily Wieszner-Zilcher und Dore Meyer-Vax sind Kinderbücher erhalten. In der Gegenwartskunst faszinieren Spielzeug und Spielzeuganleitungen Künstler wie Peter Hammer, Roger Libesch, Wolf Sakowski und Christa Varadi. Während Peter Hammer Barbiepuppen zum Tanzen bringt, verstrebt Wolf Sakowski seine vielschichtigen Gemälde mithilfe von Aufbauanleitungen. Ludwig Hanisch lässt sich für seine Installationen von Computerspielen anregen.

100 Jahre Spielzeug in der Nürnberger Kunst – ein spannender Parcours für Groß und Klein mit Mitmachaktionen und einem großen Begleitprogramm.
 

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