25. Juli bis 18. Oktober 2026
Den Kopf verlieren, einen eigenen Kopf haben, den Kopf hochtragen, etwas aus dem Kopf wissen – unzählig sind die Redewendungen rund um den menschlichen Kopf. Kunsthistorisch ist der Kopf mit dem Bildnis verbunden. Wo das Bedürfnis nach Ähnlichkeit und der damit verbundenen Repräsentation aufhört, fängt die Frage nach der Identität an. Eine Wirklichkeitsbeschreibung scheint in Zeiten unzähliger Selfies kaum mehr sinnvoll. Zudem scheinen in der Gegenwart nur noch plurale Identitäten möglich. Es verwundert daher nicht, dass sich in der Moderne viele Kunstschaffende für das Kopf-Thema interessieren: als Ausgangspunkt für Formfindungen, für eine existenzielle Suche oder um Fragen nach Schönheitsidealen und Gender zu stellen.
Wie Nürnberger Künstlerinnen und Künstler wie Franz Vornberger, Werner Knaupp, Christoph Gerling, Christine Colditz, Sejin Kim und andere das Motiv des Kopfes interpretieren, zeigt eine große Sonderausstellung in der Kunstvilla.