Filmhaus Nürnberg erhält Lotte-Eisner-Preis für herausragendes Kinoprogramm

Am 24.10. wurde das Filmhaus in der Deutschen Kinemathek Berlin mit dem Hauptpreis des Kinematheksverbunds ausgezeichnet. Der mit 6.000 Euro dotierte Preis würdigt die Programmgestaltung, die eine begeisterte wie kritische Auseinandersetzung mit der Filmgeschichte ermöglicht.

„Mit dem Hauptpreis für das Filmhaus Nürnberg wird ein Ort ausgezeichnet, der auf vorbildhafte Weise Kino als politischen und ästhetischen Raum für ein äußerst heterogenes Publikum versteht. Nürnberg ist dank seines Filmhauses eine cineastische Metropole“, so die Begründung der Jury. Oberbürgermeister Marcus König hierzu: „Die Auszeichnung mit dem wichtigsten deutschen Preis für herausragende Kinoprogrammarbeit freut mich sehr. Sie würdigt das kontinuierliche Engagement des gesamten Filmhaus-Teams für ein anspruchsvolles Filmprogramm und eine nachhaltige Film- und Bildungsarbeit.“ 

Mit den Kinopreisen des Kinematheksverbunds werden jährlich Kinos und Initiativen ausgezeichnet, die mit Kreativität, filmhistorischer Kompetenz und Leidenschaft zur Vielfalt der Kinokultur beitragen. Insgesamt stehen dafür 30.000 Euro zur Verfügung. Über die Vergabe entscheidet eine Jury. Die Namenspatin des Hauptpreises des Kinematheksverbunds, Lotte H. Eisner (1896–1983), zählte zu den prägendsten Persönlichkeiten der Filmkultur des 20. Jahrhunderts. Sie war langjährige Kuratorin und Chefarchivarin der Cinémathèque française in Paris sowie Wegbereiterin des deutschen Autorenfilms.

Das Filmhaus-Team freut sich sehr über diese hohe Auszeichnung und gratuliert auch den Kolleg*innen vom Kommkino, das ebenfalls ausgezeichnet wurde mit einem Preis in der Kategorie “Kino, das wagt” für experimentelle, innovative und mutige Programmkonzepte.

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