Künstlerhaus Nürnberg

Das Kulturzentrum in Nürnbergs Innenstadt

Das Künstlerhaus steht offen für diskursive, partizipatorische Kulturarbeit, für Experimente, als Labor und Kreativwerkstatt. Das Raumangebot mit Flächen für Ausstellungen und Performances, Konzerte und Partys, mit Kinosälen, Café, Tagungsräumen und Werkstätten bietet dafür vielfältige, nahezu ideale Voraussetzungen.

Gemeinsam mit Künstlervereinen und -initiativen, externen Veranstaltern und vielzähliger Bürgerbeteiligung entsteht so ein interdisziplinäres, multikulturelles, breitgefächertes Angebot an Veranstaltungen mit Film und Musik, Tanz und Theater, bildender Kunst und Handwerk, Literatur und Medien - und das mitten in der Nürnberger Innenstadt.

Wir freuen uns auf Euren Besuch!

Digitale Vernissage zur Kunstschau: NACHdenken, ÜBERdenken, - NEUdenken?

Die Kongresshalle auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände
(26.01. - 27.2.2022)

Zur digitalen Vernissage

Vernissage: Mittwoch 26. Januar 2022, 19 Uhr (kostenlos)

Eine Veranstaltung des Geschäftsbereichs der 2. Bürgermeisterin der Stadt Nürnberg / Stab Ehemaliges Reichsparteitagsgelände in Zusammenarbeit mit dem Kunst- und Kulturquartier und dem Stadtplanungsamt der Stadt Nürnberg.

Die Ausstellung NACHdenken, ÜBERdenken – NEUdenken? geht auf Spurensuche und präsentiert Positionen der künstlerisch-architektonischen Reflexion auf die Kongresshalle. Neben älteren Plänen zur Nutzung der Kongresshalle als Sportstadion und Einkaufs- und Eventzentrum werden filmische, fotografische und plastische Arbeiten vorgestellt; u.a. von Alexander Kluge, Bernhard Prinz und Winfried Baumann. Peter Weidenhammer zeigt seine Überlegungen zu einem Ausstellungspavillon aus dem Jahre 1995 und die Ideen zu einem allmählich zerfallenden Sammlungsmuseum nationalsozialistischer Kunst in der Kongresshalle. Der ägyptische Architekt Samir El Kordy präsentiert die Kongresshalle als zeitgenössischen Ort für die Künste und Kulturen der Welt, aufgespannt zwischen Kino und aktueller Mode, Billboard, Diskussionsforum und Ausstellungsraum. Im Offenen Büro werden die architektonischen Pläne von Artemi Rashba, Jasna Kajevic und Filippo Brambilla gezeigt – Sommerbühne, Akademie des Lehrens, Denkens und Lernens, Wohngebäude. Darüber hinaus stellen sechs Masterstudierende des Studiengangs Architektur der Hochschule Biberach aus der Klasse Prof. Matthias Loebermann ihre aktuellen Überlegungen zur Nutzung der Kongresshalle vor.

Die Doppelausstellung im K:iosk93 und im Offenen Büro des Stadtplanungsamtes in der Lorenzer Straße zeigt, wie vielfältig der Blick auf die provozierenden Architekturrelikte des Nationalsozialismus ist. Sie versteht sich als Beitrag zur Debatte um die zukünftige Nutzung der Kongresshalle auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände.

 

 

Covid-19 Informationen für das KunstKulturQuartier - 15. BayIfSMV

Unsere Häuser bleiben geöffnet! Für die meisten Einrichtungen gilt die 2G plus-Regel. Booster-Impfung ersetzt sofort den Test bei 2G plus!

Szenenbild aus dem Kurzfilm Emicetocet Many Bloodlines

The Maple Movies Festival Tour 2021/22

6.1. bis 30.1.2022

Das 10. Festival des kanadischen Films macht im Filmhaus Nürnberg Station!

Szenenbild aus The Power Of The Dog

Kinohighlights 2021

6.1. bis 9.2.2022

Höhepunkte des Kinojahres und wichtige Festivalpreisträgerfilme zum nachholen und entdecken

Stellenanzeige Mitarbeiter/in (w/m/d) im Filmhaus

Die Stadtverwaltung Nürnberg ist eine moderne Dienstleisterin für mehr als eine halbe Million Bürgerinnen und Bürger. Als eine der größten Arbeitgeberinnen der Region vertrauen wir dabei auf die Fähigkeiten und Fertigkeiten unserer rund 11.000…

Szenenbild aus dem Kurzfilm Masel Tov Cocktail

Kurz.Film.Tour zum 10. Kurzfilmtag online im kino3

Bis 31.12.: Die besten deutschen Kurzfilme des Jahres im Streamingportal des Filmhaus Nürnberg.

René Radomsky mit „Sorry you’re not a winner“ im Kohlenhof

Der Nürnberger Künstler, der im Rahmen der DebütantInnenaustellung 2020 im Künstlerhaus zu Gast war, inszeniert in seiner Soloausstellung einen anonymen Dialog.

Übersichtskarte mit Corona-Testzentren

Für Kulturveranstaltungen gilt momentan die 2G-Plus-Regelung.

Auf unserer Übersichtskarte finden Sie nahegelegene Testzentren.

Alle Termine der Nürnberger Mittagslesungen ab jetzt in Stadtbibliothek

Im Dezember 2021 finden alle noch geplanten Lesungen der Reihe in der Stadtbibliothek Zentrum statt. Auch die Termine im Künstlerhaus werden in die Stadtbibliothek verlegt.

Logo der Jugendinformation Nürnberg

Jugend Information reduziert Öffnungszeiten

Wegen der steigenden Coronazahlen reduziert die Jugend Information Nürnberg ab Montag (29.11.2021) ihre Counter-Öffnungszeiten bis auf Weiteres auf Dienstag 14-17 Uhr und Freitag 12-15 Uhr.

 The Crazy World of Kevin Coyne

"The Crazy World of Kevin Coyne" - für Sie daheim.

Beim Blättern durch das aktuelle Rolling Stone Magazin stoßen wir auf eine bekannte Persönlichkeit. Die Schau zu Kevin Coynes bewegtem Leben zeigten wir letztes Jahr bei uns im Kunsthaus Nürnberg. Für daheim gibt´s die Ausstellung im Katalog.

 

Foto des Regisseurs Pier Paolo Pasolini

Auf den Spuren Pier Paolo Pasolinis

Eine kleine Hommage an den großen italienischen Filmemacher: zu der Pasolini-Doku VOR MIR DER SÜDEN zeigt das Filmhaus begleitend Pasolinis GASTMAHL DER LIEBE.

Besucher am Eingang zur Kunsthalle Nürnberg

Ab sofort ist der Besuch der Ausstellungen in den Kunsthäusern des KunstKulturQuartiers ohne Anmeldung möglich

Die Kunsthalle Nürnberg, das Kunsthaus und die Kunstvilla haben mit neuen Ausstellungen endlich ihre Türen für Besucherinnen und Besucher geöffnet. Ab sofort ist keine Anmeldung mehr erforderlich, eine Terminbuchung wird aufgrund der Begrenzung der…

Rückblick: shift/walls 2021

Avatar of Stephanie BraunStephanie Braun - 28.12.2021 - Ein Haus, viele Gesichter

Man nehme: 7 Künstler:innen, 1 leere Ausstellungsfläche, 2 Wochen und unbegrenzte Gestaltungsmöglichkeiten. Raus kommt: Wer soll das schon vorher wissen? Und genau darum ging es bei der zweiten Edition von @shift/walls. Sieben interdisziplinär arbeitende Künstler:innen mit Verbindungen in den Nürnberger Raum bezogen für zwei Wochen das Kunsthaus als temporäres Atelier, arbeiteten nebeneinander und gemeinsam um zu erörtern wie Raum und Leute sich gegenseitig beeinflussen.

Die Künstler:innen ließen keine Zeit verstreichen, machten gleich zu Tag Eins den Namen zum Programm: sie verschoben Ausstellungswände um Räume voneinander zu trennen, veränderten die Lichtsituation, richteten ihre neuen Arbeitsplätze ein -- kurz: sie machten sich das Kunsthaus zu eigen. Aus dem White Cube war innerhalb kürzester Zeit eine bunte Atelier-WG geworden.

Doch nicht nur die Künstler:innen veränderten das Kunsthaus, die Räume beeinflussten auch die Künstler:innen. So ließ sich beispielsweise Ilana Pichon mit ihren Wandarbeiten "Hublot 1-3" (franz. Bullauge) von der Form der Bögen inspirieren, die immer wieder in der Architektur des Kunsthauses auftauchen. Entgegen ihrer Gewohnheit arbeitete sie dabei ausschließlich in Schwarz und legte so den Fokus auf die vielschichtigen Strukturen ihrer diversen Arbeitstechniken. Auch Luca Hien arbeitete an der Wand und erstellte ein mehrere Meter hohes und breites Graffito, dass er sukzessive in dutzenden Ebenen auftrug.

Auch die Idee der Atelier-WG wurde teils sehr ernst genommen. Lucas Krieg, der sich in seinen Arbeiten intensiv mit seinen Träumen beschäftigt, nächtigte mehrmals im Kunsthaus um sich auch auf der Traumebene von den Räumlichkeiten beeinflussen zu lassen. Die Erfahrungen aus seinen luzidenTräumen sammelte er dann in einem Audio-Tagebuch und verarbeitete sie zusätzlich in seinen Skulpturen. Gesellschaft leisteten ihm zu später Stunde Cris Koch und Bogi Nagy. Beide betraten dabei nicht nur räumlich neues Terrain. Während Cris auf für ihn unüblichen kleinen Leinwänden seine Collagen entstehen ließ, versuchte sich Bogi zum ersten Mal an zwei lebensgroßen Skulpturen.

Für die musikalische Bespielung des Kunsthauses sorgten Marco Stanke und ebenfalls Cris, die über die zwei Wochen gemeinsam eine Soundperformance erschufen. Nachdem das Grundgerüst gefertigt war kam außerdem Hannah Gebauer mit an Bord, die die Musik visuell übersetzte. Dafür programmierte sie interaktive Animationen, die auf bestimmte Frequenzen reagierten und so das Gehörte auch auf visueller Ebene erfahrbar machten.

Eindrücke von shift/walls 2021

Damit die Arbeit nicht in einer BlackBox geschah wurde der gesamte Prozess via Social Media begleitet. Während man sonst in einer Ausstellung meist nur dem finalen Ergebnis gegenübersteht, konnte über die intensive Begleitung die Entstehung der einzelnen Werke, aber auch die Arbeitsweise der Künstler:innen mitverfolgt werden. Und da lief nicht immer alles reibungslos: Lucas berichtete von schlaflosen Nächten. Bogi musste feststellen, dass sie in der kurzen Zeit doch nur eine der Skulpturen fertig stellen könnte. Hannah vergaß es, einen Programmentwurf abzuspeichern und musste von vorne anfangen. Und Luca, der nach einer Woche bereits seine gesamte Wandfläche bemalt hatte, merkte, dass dies zu überladen war und begann Teile seines Werkes wieder weiß zu überstreichen.

Obwohl shift/walls sich vor allem auf den Prozess konzentriert, wurden zum letzten Wochenende dennoch auch (Zwischen-)Ergebnisse präsentiert. Nachdem am Freitag Cris, Marco und Hannah ihre Live Visual Sound Performance aufführten, kamen am Samstag einige alte WG-Mitbewohner zu Gast: das Hip-Hop-Kollektiv Lass Weng Flown war bereits im Dezember 2020 Teil von shift/walls, konnten auf Grund der Corona-Situation jedoch nur per Stream auftreten. Dieses Jahr deuteten sie Lucas Malerei zur Bühne um und performten ihre Beats und Rhymes live vor Publikum.

Nach zwei Wochen intensiver Bespielung ist mittlerweile wieder Ruhe ins Kunsthaus eingekehrt. Noch am Montag nach dem Abschlusswochenende rückte der Maler an und entfernte so manches Kunstwerk. Denn auch das gehört zu shift/walls - es ist nunmal temporär. Ein kleiner Trost war es, dass Lucas Werk auch nach zweimaligem Streichen noch nicht ganz überdeckt war. Ein viel größerer Trost, dass auch fünf weitere Farbschichten nicht die im Projekt entstandenen Erfahrungen, Prozesse und Synergien überdecken können...

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Die Social-Media-Dokumentation kann weiterhin über den Instagram-Account des Küntlerhauses (vor allem in der Rubrik "Videos) und unter #shiftwalls gefunden werden.

Außerdem erschien ein Artikel zum Projekt im Curt.

Dokumentation durch das media kollektiv

Zusätzlich zu den täglichen Kurzdokus auf Instagram begleitete das media kollektiv den gesamten shift/walls-Prozess.