Aus der Ausstellung „FOKUS LEIPZIG“ konnten mehrere Arbeiten in die Sammlung aufgenommen werden, darunter das Fensterbild „Gewerbegebiet 2“ (2021) von Anna-Maria Kursawe (geb. Brandenburg 1973), das bereits zuvor als Key-Visual für das Plakat und den Folder der Ausstellung ausgewählt worden war. Die Temperamalerei zeigt einen Blick aus dem Atelier der Künstlerin in Leipzig und ist Teil einer Serie mit demselben Motiv. Das Werk reiht sich in die Reihe der bereits in der Sammlung vorhandenen Atelierausblicke, etwa von Christian Klaiber, Eitel Klein und Georg Weidenbacher ein.
Anna-Maria Kursawe wurde 1973 in Brandenburg an der Havel geboren. Sie studierte Architektur an der Technischen Universität und an der Universität der Künste in Berlin sowie Malerei dort und an der Burg Giebichenstein in Halle (Saale). Nach ihrem Studium zog sie nach Nürnberg, wo sie als Geschäftsführerin des Kunstvereins Erlangen und als Dozentin tätig war.
Von Anna Bittersohl und Philipp Kummer wurden zwei Collagen aus der innerhalb der Multimediainstallation „Ich hab noch nie gehört, dass es aufhört und das hat ja auchn Grund“ präsentierten Serie „Falten und Gegenwind“ (2023) erworben. Die Collagen spiegeln die Gedanken und Prozesse wider, die zur Entstehung der Installation führten, und zeigen, wie inspirierend kooperatives Schaffen sein kann.
Anna Bittersohl (geb. Dachau 1982) und Philipp Kummer (geb. Dresden 1979) kamen zum Studium der Malerei an der Akademie der Bildenden Künste nach Nürnberg, das sie als Meisterschüler von Professor Ralph Fleck abschlossen. Beide arbeiten als Maler immer wieder in Gemeinschaftsprojekten zusammen.
Birgit Nadraus „I Wonder“ (2025) stellt das erste punzierte, das heißt in Metall geprägte Werk in der Sammlung dar. Die Künstlerin ließ sich dabei von der Steinplastik „Meine Frau“ (1924) von Wilhelm Theodor Krauss inspirieren, die sich ebenfalls im Besitz der Kunstvilla befindet, und deren Antlitz die Künstlerin an ihre Großmutter erinnerte.
Birgit Nadrau (geb. Erlangen 1971) studierte Malerei bei Professor Diet Sayler und Professorin Eva von Platen-Hallermund an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg sowie an der Krakauer Akademie der Schönen Künste. Anschließend engagierte sie sich in der Nürnberger Künstler*innen-Galerie Bernsteinzimmer als Kuratorin und Mit-Galeristin.
Die Kunstvilla dankt dem Förderverein für diesen bedeutenden Sammlungszuwachs, der ohne die Unterstützung nicht möglich gewesen wäre.
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