tranzpositionen

3. April bis 20 April 2008

Katrin Kaa Riedl, Beate Terfloth, Michl Schmidt, Andrea Spreafico, Peter Wendl
Eine Ausstellung im Rahmen des Großraumfestivals "tanzen!08 - die Region bewegt sich"

Das KUNSTHAUS Nürnberg zeigt im Rahmen des Großraumfestivals "tanzen!08 - die Region bewegt sich" vom 19. März bis 20. April 2008 unter dem Titel "tranzpositionen" eine interdisziplinäre Schau zum Thema "tanzen", mit den Künstlern Katrin Kaa Riedl, Michel Schmidt, Andrea Spreafico, Beate Terfloth und Peter Wendl.
Die Künstler beschäftigen sich auf unterschiedliche Weise mit der Geschichte des Künstlerhauses und tauschen sich mit den Choreografen der Produktion "Tanzpalast" aus. Die Ausstellungsräume dokumentieren den spannenden Arbeitsprozess. Ab dem Tag der Premiere, am 14. April, wird das Endergebnis der Zusammenarbeit präsentiert.

Tanzen Sie gerne, meine Damen und Herren? Haben Sie sich auch schon gefragt: Was bringt den Körper in Bewegung?
Die Musik, der Rhythmus, die Stimmung: Was motiviert die tänzerische Bewegung?

Sowohl Künstler als auch Choreographen sind an diesen Fragen seit langem interessiert und die heutige Konzeptualität und Darstellung des Performativen – sowohl im Bereich des Tanzes wie auch des Kunstwerks - bestätigen dies.

Der tanzende Körper, der Mensch, dessen Bewegung flüchtig und zeichenhaft ist, war immer schon für die bildende Kunst als Motiv von Interesse, insbesondere aber, das herausfordernde Darstellungsproblem von Raum und Zeit zu behandeln.

Die Ausstellung "tranzpositionen" betrachtet den Tanz aus der Sicht der Bildenden Kunst und der Interaktion und präsentiert im Rahmen des Großraumfestivals "tanzen!08 – die Region bewegt sich" eine interdisziplinäre Schau mit den Künstlern Katrin Kaa Riedl, Michel Schmidt, Andrea Spreafico, Beate Terfloth und Peter Wendl.

Im Kontext des Projektes "tanzen!08" bietet sie mit den realisierten Rauminstallationen einen wesentlichen Beitrag an der Schnittstelle von bildender und darstellender Kunst.

Alle Installationen behandeln in je spezifischer Weise tänzerische zweckfreie Bewegung als eine Möglichkeit, Raum zu konstituieren, Koordinaten zu bestimmen, den individuellen Körper zu verorten, einen Gruppenkörper zu bilden, integriert in die kulturellen, sozialen und gesellschaftlichen Bedingungen des öffentlichen Raums – und dies in Abhängigkeit vom Blick der Agierenden – nämlich der Tänzer wie auch des Publikums.

"transpositionen" zeigt Beispiele wie bildende Kunst und Tanz in ein Wechselspiel eintreten und damit die jeweiligen Rahmenbedingungen – also die Produktions- und Rezeptionsbedingungen reflektieren.

Dies ist zunächst die Loslösung der tänzerischen Bewegung von ihrer traditionellen Ursache und Ausschließlichkeit, der Musik, auch die Problematisierung der Zuschauerposition und die Entdeckung der alltäglichen Bewegung als eine zeichenhafte.
Das ist weiter die Erforschung der Motivation und Koordination von Bewegungsabläufen, die Fruchtbarmachung der Bewegungsexperimente für die minimalistische Skulptur wie sie die Arbeit "Taped territory" von Beate Terfloth eindrucksvoll vorführt.

Das ist aber auch die Dezentralisierung des Zusammenspiels von mehreren Tänzern und der Bühnenraumhierarchie, wie wir sie in der Infraskulptur "Hangar für ein selbstverwaltetes Leitsystem" von den drei Künstlern Michel Schmidt, Andrae Spreafico und Peter Wendl erleben können.

Und schließlich ist es die multimediale Wiedereinführung erzählerischer Elemente verbunden mit der Entwicklung experimenteller dokumentarischer Aufzeichnungsformen, wie Katrin Kaa Riedls "Neo-Hippie-Lounge" zeigt.

Dies alles sind Aspekte, die die Wege und Verzweigungen der Ausstellung bestimmen.

Sie sind herzlich eingeladen, meine Damen und Herren, diese Wege und die damit verbundenen Veranstaltungen mitzugehen.

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