BODY ON – 15.-19.6.2022

Queerfeministisches Festival

In Kooperation mit:

Künstlerhaus    Filmhaus    Filmhauscafé   Musikerverein

 

„Um Utopie zu sein, brauche ich nur Körper zu sein.“1

Nach der langen Zeit in der globalen Corona Pandemie, sehen wir uns nahtlos mit der Katastrophe eines Krieges konfrontiert. Im Dauerzustand der Krise haben wir uns zunehmend vereinzelt. Wir sind auf unseren Körper zurückgeworfen. Mehr denn je verspüren wir jetzt, dass dieser vor allem eines ist, politisch. „Nur im Verhältnis zu ihm […] gibt es ein Oben und Unten, ein Rechts und Links, ein Vorn und Hinten, ein Nah und Fern. Der Körper ist der Nullpunkt der Welt, der Ort an dem Wege und Räume sich kreuzen. Der Körper selbst ist nirgendwo.[…] Er hat keinen Ort, aber von ihm gehen alle möglichen realen oder utopischen Orte wie Strahlen aus.“2

Das Festival Body on möchte euch dazu einladen diesen Punkt in einer vielschichtigen Auseinandersetzung entgegen aktueller Individualisierungstendenzen kollektiv aufzuspüren. Nach einem ersten vielfältig berührenden Festival im letzten Frühling, geht Body on in die zweite Runde. Auch in diesem Jahr möchten wir in Workshops, Vorträgen, Filmen und Performances einen Raum für einen intersektionalen queerfeministischen Diskurs schaffen.

…um Möglichkeiten für Lernen, Austausch, Vernetzung und Verbundenheit zu gestalten.
…um eine Plattform für selbstermächtigende Inszenierungen und ästhetische Protestformen gegenüber körperlichen Normvorstellungen zu bilden.
…um einen Zugang zu einer Spurensuche historischer Körper und individueller körperlicher Selbsterkundung zu eröffnen.
…um in erster Linie den eigenen Körper zu genießen, dessen Kraft und Potential zu spüren und ihn zu feiern.

Zusammen wollen wir immer genauer hinschauen, wie eine wertschätzende, unterdrückungsfreie Welt funktionieren kann und was es dafür braucht.



1 Foucault, Michel: Die Heterotopien. Der utopische Körper. Zwei Radiovorträge. Suhrkamp Verlag Berlin 2005, S. 30
2 Foucault, Michel: Die Heterotopien. Der utopische Körper. Zwei Radiovorträge. Suhrkamp Verlag Berlin 2005, S. 34

Das Festival body on findet in Kooperation zwischen dem Kollektiv body on, dem Künstlerhaus, dem Filmhaus Nürnberg, dem Filmhauscafé und dem Musikverein Nürnberg statt.
Kuratiert wird das Festival von den body on Kollektivmitgliedern Melina Geitz und Julia Hainz.

Beteiligt am Festival sind Fanyu Pu, DJ amyu, Franziska Richter, Franziska Linke, Sonja Adam, Julia Ingold, Magdalena Sperber, Zara Zerbe, Nadja Bennewitz, Arsch & Fridas, Sunny Pfalzer, Lia Merten, Frontkick e.V., Melina Geitz, Rebecca, Silvia Kaubisch, Tabea Erll, Lilith e.V., Elena Bastelt, Julie Batteux, Johanna Brunner, Manoel Drexler, Julia Hainz, Veronika Haller, Helen Hetzel, Simone Körner, Irina Pilhofer und Carmen Westermeier.