Colour Crush
21. März bis 7. Juni 2026
Die Ausstellung Colour Crush rückt Farbe ins Zentrum – nicht nur als visuelles Erlebnis, sondern als eigenständiges, raumbildendes Medium. Denn Farbe ist mehr als Oberfläche: Sie besitzt Materialität, reflektiert Licht und wirkt unmittelbar auf den Raum und seine Architektur. In den Werken von Kirstin Arndt, Rana Begum, Matti Braun, Rupprecht Geiger, Sophie Herz, Erika Hock, Franziska Holstein, Christof John, Schirin Kretschmann, Zora Kreuzer, Sebastian Kuhn und Kai Schiemenz wird Farbe zur Substanz, zum Lichtträger und zum Gestaltungsmittel. Sie lenkt die Wahrnehmung, strukturiert Räume und schafft Atmosphären, in denen sich sinnliche Erfahrung und konzeptionelle Präzision miteinander verbinden.
In den acht Oberlichtsälen der Kunsthalle Nürnberg entfalten die teils ortsspezifischen Werke ihre Wirkung: Pastose Malerei, Installationen, Werke aus Glas, Keramik, Textilien oder farbigem Licht zeigen, wie Farbe heute Räume strukturieren und Wahrnehmung formen kann.
Foyer
Shirin Kretschmann: Ghosts, 2026
In der Arbeit Ghosts (2026) von Schirin Kretschmann zeigen sich bereits im Foyer und in einigen anderen Räumen der Ausstellung Geister nicht als Manifestationen, sondern als Spuren – als Überlagerungen von Handlungen, Materialien und Zuständen. Alltägliche Arbeitsgeräte und -bekleidung werden als skulpturale Arrangements im Foyer und in den Ausstellungsräumen der Kunsthalle Nürnberg gezeigt. Die Objekte tragen Gebrauchsspuren wie Farbspritzer oder Pigmentreste und werden so zu Archiven eingeschriebener Prozesse.
Schirin Kretschmann versteht Malerei als prozesshafte Auseinandersetzung zwischen Körper, Material und Raum. Ihre Arbeiten entstehen situativ und ortsspezifisch, wobei Materialien
wie Pigmente, Eis, Fett oder Verpackungen kulturelle und funktionale Bedeutungen tragen. In früheren Arbeiten wie BING schmilzt ein mit Farbe besprühter Eisblock, Pigmente lösen
sich und hinterlassen Spuren – Material wird hier zu einem Transformator und zeitlichen Medium.
Ghosts knüpft daran an: Werk und Werkzeug, Handlung und ihre Überreste, Vergangenheit und Möglichkeit verschmelzen zu einem Raum der Imagination. Die Anordnung bleibt beweglich, verweist auf fortlaufende Prozesse und macht die Spuren von Arbeit, Material und Malerei erfahrbar – wie Geister, sichtbar nur in ihren Hinterlassenschaften.
Raum 1
Rupprecht Geiger
Den energetischen Startpunkt für die Ausstellung macht Rupprecht Geiger, eine zentrale Figur der deutschen Nachkriegskunst und Mitbegründer der Künstlergruppe ZEN 49.
Sein Werk steht exemplarisch für die europäische Farbfeldmalerei und eine konsequente Auseinandersetzung mit Farbe als autonomem Ausdrucksträger. Nach frühen architektonischen Studien und gegenständlichen Arbeiten entwickelte Geiger ab Ende der 1940er-Jahre eine radikale Reduktion: Die Bildfläche wurde zum Experimentierfeld reiner Farbe, losgelöst von erzählerischen oder figürlichen Bezügen. Farbe verstand er nicht als Dekoration, sondern als unmittelbare, körperlich und geistig erfahrbare Präsenz.
Besonders das Rot wurde zu seinem künstlerischen Signum. In vielfältigen Nuancen erforschte Geiger dessen energetische und emotionale Wirkung. Charakteristisch sind ovale
oder kreisförmige Farbelemente auf monochromen oder fein modulierten Hintergründen. Zwischen klarer Begrenzung und scheinbarer Ausdehnung entsteht ein Spannungsfeld,
in dem die Farbe zu pulsieren scheint. Geigers Arbeiten markieren einen entscheidenden Beitrag zur Abstraktion nach 1945. Sie eröffnen den Dialog mit den zeitgenössischen Positionen.
Raum 2
Erika Hock
Die Arbeiten von Erika Hock bewegen sich an der Schnittstelle von Kunst, Design und Architektur. Ihre Skulpturen, Installationen und temporären Architekturen entziehen sich bewusst jeder eindeutigen Kategorisierung: Mal erscheinen sie wie Möbelstücke ohne klare Funktion, mal wie Zeichnungen im Raum oder benutzbare Strukturen, die ihre eigene
Gebrauchstauglichkeit ironisch unterlaufen. Durch diese Uneindeutigkeit zwischen Funktionalität und Zweckfreiheit ermöglichen sie neue Wahrnehmungen, Erfahrungen und Deutungen.
Erika Hocks Interesse gilt dem Zusammenspiel von Körper, Objekt und Raum. Sie interessiert sich für die Momente im Alltag, in denen Gestaltung unbewusst unser Verhalten lenkt. Die Künstlerin löst alltägliche Elemente aus ihrem gewohnten Zusammenhang und kontextualisiert diese neu. Vertraute Formen treten in veränderter Gestalt auf, Proportionen
verschieben sich, Funktionen bleiben angedeutet oder werden unterlaufen. Ob möbelartige Skulptur, textile Arbeit oder temporäre Architektur – Erika Hocks Arbeiten agieren immer als Katalysatoren für eine körperlich-sinnliche Erfahrung, die den Betrachtenden in ein bewussteres Verhältnis zu seiner Umgebung versetzt.
Raum 3
Kai Schiemenz
Bekannt wurde Kai Schiemenz mit großformatigen Holzskulpturen, die wie provisorische Architekturen im Raum standen. Ausgangspunkt waren Typologien öffentlicher Orte – Kinos, Archive, Stadien –, deren strukturelle Prinzipien er in offene Konstruktionen überführte. Da die Skulpturen begehbar waren, konnte körperlich erfahren werden, wie Architektur Raum definiert, Verhalten beeinflusst und Hierarchien erzeugt.
Seit 2012 arbeitet Kai Schiemenz verstärkt mit Glas und erweitert sein skulpturales Vokabular um Transparenz, Licht und Farbe. Natürliche Bruchsteine dienen als Inspirationsquelle: Ihre Nachbildungen in gegossenen oder geblasenen Glasformen zeichnen sich durch intensive Farbigkeit aus und wirken wie kostbare Mineralien – transparent und opak zugleich, mit einer Tiefe, die das Licht einfängt und sie bisweilen von innen heraus leuchten lässt.
Die seit 2016/17 entstehenden Keramikarbeiten gehen von traditionellen Ofenkacheln aus, die von dem Künstler zu autonomen Objekten transformiert werden. Digitale Collagen dienen als Vorlagen und erhalten durch Glasur und Brand eine neue physische Präsenz. In beiden Werkgruppen treffen kontrollierter Entwurf und materielle Eigendynamik aufeinander – Handwerk wird zum Medium einer Reflexion über Oberfläche, Tiefe und Raum.
Sophie Herz: Himmelblau, 2025
Mit Himmelblau (2025) unternimmt Sophie Herz den ebenso präzisen wie vergeblichen Versuch, einen der aufgeladensten Farbtöne der Kulturgeschichte festzuschreiben. Ausgangspunkt ist die Erkenntnis, dass Farbnamen weniger auf objektiven Übereinkünften beruhen als auf ökonomischen Versprechen. Zwischen Marketing, Normierung und Schutzrechten zerfällt die Gewissheit von Farbe in ein System aus Zuschreibungen und Zahlen.
Herz begegnet diesem Verlust mit einem scheinbar wissenschaftlichen Verfahren: Fotografien des wolkenlosen Himmels werden durch ein eigens geschriebenes Programm in einen durchschnittlichen digitalen Farbwert übersetzt. Doch jeder Datensatz ist zeitgebunden, jeder Himmel einmalig. Das Ergebnis ist keine Wahrheit, sondern eine Momentaufnahme
zwischen Wetterlage, Tageszeit und geografischer Lage. Die Übersetzung in CMYK-Farben und die analoge Mischung einer Wandfarbe markieren einen weiteren Bruch: Licht wird Zahl, Zahl wird Materie. So entlarvt Himmelblau das eigene Verfahren als irrationalen Akt im Gewand der Wissenschaft – und zeigt, dass jede Berechnung der Wahrnehmung scheitert, weil Wahrnehmung immer situiert, körperlich und zeitlich ist.
Raum 4
Sebastian Kuhn
Die Skulpturen und Installationen von Sebastian Kuhn kreisen um optische und wahrnehmungsbezogene Phänomene. Faltungen, Spiegelungen und Reflexionen sind dabei keine dekorativen Effekte, sondern konstituierende Elemente. Licht fungiert als eigenständiges Material: Es definiert Räume, erzeugt Farbe und bindet die Bewegung der Betrachtenden in das Werk ein.
Speziell für Colour Crush entstand Arrival (2026) aus einer ringförmigen Airbus-Triebwerksverkleidung. Mithilfe von Doppelspiegelungen und dichroitischen Verbundglasspiegeln bildet sie einen bogenförmigen Lichttunnel, der räumliche Unendlichkeit suggeriert. Je nach Blickwinkel absorbieren die Spiegel unterschiedliche Wellenlängen – Farbe wird als fließendes Ereignis zwischen Gelb und Violett erfahrbar.
In Hangover Constructivism VIII (Medusa World) (2026) entstehen durch Reflexfolie permanent brechende Lichtphänomene, die sich mit der Bewegung der Betrachtenden verändern. Wahrnehmung ist hier kein statisches Phänomen, sondern ein dynamischer Prozess – ein körperlich verankertes Verhältnis von Raum, Farbe und Bewegung.
Raum 5
Kirstin Arndt: Ohne Titel, 2026
Experimentell und ergebnisoffen – so charakterisiert Kirstin Arndt ihre künstlerische Praxis. In ihren Arbeiten untersucht sie das Spannungsfeld zwischen Materialität und Formbarkeit. Ihre Intention ist, das jeweilige Material in seiner Eigenheit zu begreifen und zugleich seine Grenzen auszuloten. Dabei arbeitet sie vor allem mit alltäglichen, industriell hergestellten Werkstoffen wie Metall, Kunststoff oder LKW-Planen. Durch gezielte Eingriffe wie Falten, Biegen oder Quetschen verändert sie deren ursprüngliche Beschaffenheit und stellt neue formale wie inhaltliche Bezüge her.
Ihr künstlerisches Interesse gilt dem vielschichtigen Verhältnis von Linie, Fläche und Raum. Ausgehend von präzisen Setzungen im Raum untersucht sie, wie sich diese Grundkategorien zueinander verhalten bzw. ineinander übergehen können. Ihre Arbeiten treten dabei stets in Dialog mit der umgebenden Architektur: Wandflächen, Ecken, Lichtverhältnisse sind Ausgangs- und Bezugspunkt. Viele Werke sind modular konzipiert und passen sich neuen räumlichen Situationen an, ohne dabei ihre Autonomie zu verlieren.
In der Arbeit Ohne Titel (2026) sind hellblaue, industriell hergestellte Randdämmstreifen eng miteinander verwoben und räumlich verschränkt. Flächig aneinandergereiht entsprechen sie exakt der Größe der Wandfläche, auf der die Arbeit installiert ist. Da keine Unterscheidung zwischen Vorder- und Rückseite möglich ist, werden Linie, Fläche und Farbe eins.
Franziska Holstein: o. T. (90_2026), 2026
Die serielle Malerei von Franziska Holstein basiert auf der Idee, dass Bedeutung aus Beziehungen entsteht. Farbe, Form und Zeit begreift sie als miteinander verwobene Elemente eines prozesshaften Experiments. Durch festgelegte Parameter – Material, Farbpalette, Rhythmus und Dauer – schafft sie klare Bedingungen, innerhalb derer kontrollierte wie offene
Bildprozesse entstehen.
Für Colour Crush entwickelte sie mit o. T. (90_2026) eine streng als Block gehängte Werkgruppe aus 90 Arbeiten gleichen Formats. Jedes Blatt besitzt Eigenständigkeit und ist zugleich Teil eines größeren Gefüges. Überlagerte Farbschichten bewahren frühere Zustände als sichtbare Spuren; die Bilder erscheinen wie Sedimente eingeschriebener Zeit. So entsteht ein dichtes, raumprägendes System aus Wiederholung und Variation, in dem Ordnung und Zufall, Struktur und poetische Offenheit in ein sensibles Gleichgewicht treten.
Die künstlerische Strategie von Franziska Holstein knüpft an die Tradition serieller Malerei des 20. Jahrhunderts an, in der Wiederholung, Variation und systematische Strukturen zentrale Werkprinzipien bilden. Anders als bei rein formalen oder analytischen Serien entsteht in ihrer Werkserie jedoch ein Zusammenspiel von Ordnung und Zufall. Zugleich hebt ihr Ansatz die poetische Offenheit des Entstehungsprozesses und die sichtbaren Spuren des Handelns hervor, wodurch ein sensibles Gleichgewicht zwischen systematischem Prinzip und prozessualer Freiheit entsteht.
Matti Braun
Ob indonesische Batiktechniken, bayerische Glasherstellung oder finnisches Pop-Design der 1960er-Jahre – Matti Braun befasst sich mit den unterschiedlichsten ästhetischen Bereichen jenseits des klassischen Kunstbetriebs. Dabei interessieren ihn kulturhistorische Fragestellungen ebenso wie die symbolische Bedeutung von Dingen und ihre Kontextualisierung in größere kulturelle Zusammenhänge. Immer wieder setzt er sich mit kulturellen Missverständnissen und Transformationsprozessen auseinander: Was geschieht, wenn Objekte und Techniken ihren ursprünglichen Kontext verlassen? In seinen Werken legt er verborgene Strukturen von Aneignung und Fehlwahrnehmung frei und zeigt, wie durch produktive Missverständnisse neue Bedeutungen entstehen.
In seinen Glasobjekten – mundgeblasen in einer niederbayerischen Glashütte – verschmelzen Farbe, Form und Licht zu einer Einheit. Die transluzenten Oberflächen brechen das einfallende Licht, sodass die Farbtöne je nach Perspektive und Tageszeit immer wieder anders erscheinen. Auch die Seidenarbeiten zeichnen sich durch intensiv leuchtende
Farben aus: Nahtlose Übergänge verbinden kräftige Farben zu Farbfeldern und -verläufen. Beide Werkreihen reflektieren ihren eigenen Status zwischen Kunstwerk und handwerklichem Produkt und spielen mit der Spannung, die traditionell zwischen Kunst und Handwerk besteht.
Raum 6
Zora Kreuzer: True Color, 2026
Die künstlerischen Wurzeln von Zora Kreuzer liegen in der Malerei, geprägt durch Minimal Art und Konkrete Kunst. In ihrer Praxis wird Farbe nicht als Bildmaterial verstanden, sondern als strukturbildender Parameter, der die Architektur eines Raumes in eine ganzheitliche sinnliche Erfahrung verwandelt. Durch die Kombination von Wandfarbe, Folien, Plexiglas und farbigem Licht entstehen Räume, die physisch greifbar und zugleich entmaterialisiert erscheinen. Bauliche Eigenheiten werden hervorgehoben, moduliert oder zurückgedrängt – die Architektur verändert sich, ohne dass ihr materieller Bestand tangiert wird.
Auch die Clubkultur zählt zu den prägenden Inspirationsquellen. Kreuzer beschreibt: „Licht übersetzt in Farbe, also Pigment oder Acrylfarbe. Das war dann das Zusammenspiel zwischen farbigem Licht und Neonfarbe. Ich finde Licht ist etwas total Klares und Cleanes, was ich auch formal mit meiner Arbeit anstrebe.“ Farbe fungiert bei Zora Kreuzer performativ, Architektur wird sinnlich erfahrbar, und die Betrachtenden werden Teil eines offenen Wahrnehmungsprozesses – eine zeitgenössische Form phänomenologischer
Malerei, die Kunst, Architektur und Wahrnehmung verschränkt.
Raum 7
Rana Begum: No. 1084 Net, 2021
Strenge Geometrie verbunden mit einer poetischen, nahezu spirituellen Dimension – so lassen sich die Arbeiten von Rana Begum charakterisieren. Ihr OEuvre umfasst Papierarbeiten, Gemälde, Reliefs, Skulpturen und ortsspezifische Installationen. Zentrales Thema ist die Beziehung zwischen Farbe, Licht und Raum. Ihre Werke bewegen sich im Grenzbereich von Malerei, Skulptur und Architektur: Ihre Wandarbeiten besitzen stets eine skulpturale Präsenz, während sich ihre freistehenden Objekte durch malerische Qualitäten auszeichnen. Raster, Linien, Faltungen und modulare Strukturen erzeugen in Rana Begums Arbeiten eine konstruktive Ordnung, die zugleich Wahrnehmungsverschiebungen zulässt. Licht spielt dabei eine zentrale Rolle und wird von der Künstlerin als immaterielles Gestaltungsmittel eingesetzt. Mit jedem Blickwinkel verschieben sich räumliche Wirkung und Farbintensität, so dass ein Wechselspiel zwischen Materialität und Immaterialität entsteht.
In der Werkserie Net verwandelt Rana Begum industriell gefertigte Fischernetze – inspiriert von Kindheitserinnerungen in Bangladesch – in raumgreifende Installationen. Die farbig besprühten Netze spannen sich zu filigranen, schwebenden Objekten, die zwischen Linie, Fläche und Volumen oszillieren. Erst durch die Bewegung der Betrachtenden verändern sich Lichtführung und Farbwirkung fortwährend und das Werk entfaltet seine volle Präsenz.
Raum 7
Christof John
Die Vielschichtigkeit der Arbeiten von Christof John lässt sich nur schwer erfassen. Auf den ersten Blickwirkt alles sehr klar: Linien, Raster, Gitter und Karos überziehen die gesamte Bildfläche. Zu sehen istein komplexes Gefüge aus unterschiedlichen, sich überlagernden Mustern. Was zunächst wie strengkalkulierte Ordnung wirkt, erweist sich bei längerer Betrachtung jedoch als fragiles Gleichgewicht:Vorder- und Hintergrund kippen, Linien treten hervor oder zurück.
Christof Johns Werke entstehen in einem offenen, prozesshaften Arbeiten. Schicht um Schicht wird Farbe aufgetragen, überarbeitet, verdichtet oder wieder freigelegt – ohne Schablonen oder mechanischeHilfsmittel. Die Handschrift des Künstlers bleibt dabei stets präsent: sichtbar in leichten Unregelmäßigkeiten, in bewussten Fehlstellen, Brüchen und minimalen Verschiebungen. Häufig überschreiten die Arbeiten das klassische Tafelbildformat: Bemalte Holzplatten werden gesägtoder gefaltet und treten als eigenständige Bildobjekte in den Raum, so dass sich Bild- und Realraum verschränken. Das Werk erscheint nicht als „Fenster zur Welt“, sondern als Ausschnitt eines größeren, über den Rahmen hinausweisenden Zusammenhangs.















