Organic Exchange Shelves – Forms of Collective Touch ist eine räumliche, partizipative Installation aus frei stehenden, aus Lindenholz geschnitzten Setzkästen. An der Schnittstelle von Raum, Material und Struktur machen ihre organischen Formen Materialität als Trägerin von Bedeutung erfahrbar. Zu Beginn sind die Setzkästen mit Objekten gefüllt – Fundstücke, filigrane Arbeiten und Relikte –, die bestehende Ordnungen, kulturelle Aufladungen und materielle Geschichten andeuten. Durch das Sortieren, Umordnen, Entfernen und Ersetzen der Objekte durch die Besucher*innen werden diese Systeme geöffnet und fortlaufend neu verhandelt. Die Arbeit versteht sich als forschendes, prozessuales Gefüge, das Gestaltung nicht als abgeschlossenen Akt begreift, sondern als das Eröffnen von Beziehungen zwischen Material, Körper und Raum durch Berührung und kollektive Handlung.
Antonia Weber (2000) arbeitet als bildende Künstlerin und Bildhauerin an der Schnittstelle von Raum, Material und Struktur. In ihrer forschungs- und prozessorientierten Praxis untersucht sie Materialität, Ordnung und subtile Eingriffe als Mittel, um bestehende Systeme sichtbar zu machen und neu zu verhandeln. Seit 2023 studiert sie in der Klasse von Heike Baranowsky an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg.